"Wir sind für euch da"

Jessica Knauer (links) und Nadja Dölfel (zweite von rechts) freuen sich über ihre Zertifikate. Im Hintergrund stehen ihre Vertrauensperson Cathleen Merker und Werkstattleiter Detlev Troll (rechts).

Seit 2018 sind die Frauenbeauftragten Nadja Dölfel und Jessica Knauer für weibliche Beschäftigte und Bewohnerinnen bei den Barmherzigen Brüdern der Region Mittelfranken im Amt.

Während dieser Zeit haben sie eine mehrteilige Fortbildung besucht, die sie für ihre Aufgaben befähigt und ihnen wichtige Kenntnisse dafür vermittelt hat. Diese umfangreiche Bildungsmaßnahme konnten sie nun erfolgreich beenden und ein entsprechendes Zertifikat erhalten. Anschließend haben sie sich Zeit genommen und der hausboten-Redaktion einige Fragen dazu beantwortet.

Mit welchen Themen haben Sie sich in der Fortbildung beschäftigt?

JK: Nach einer Einführungsveranstaltung haben wir gelernt, wie man Gespräche gut führt, um anderen helfen zu können. Wir haben uns mit den Themen Gleichstellung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Entwicklung der Frauenbewegung beschäftigt. Außerdem haben wir die Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) kennengelernt. Sie ist die Grundlage unserer Arbeit.

ND: Für die Teilnehmerinnen, die nicht bei jeder Veranstaltung dabei sein konnten, stand noch eine Projektarbeit an. Zwei Teile zu den Themen Gewalt und Netzwerke mussten wegen der Pandemie leider ausfallen.

Was nehmen Sie für Ihre Arbeit als Frauenbeauftragte aus der Fortbildung mit?

JK: Am wichtigsten war für uns, zu erfahren, wie wir Frauen stärken können. Dazu haben wir viel gelernt und konnten auch schon einiges in die Tat umsetzen. Zum Beispiel haben wir ein Gesprächsangebot zum Lebensweg für Frauen erarbeitet und umgesetzt. Dabei konnten wir die Frauen beraten, wer ihnen dabei helfen kann, Schwierigkeiten im Leben zu bewältigen.  

ND: Vor Corona haben wir regelmäßig Frauentreffs angeboten. In letzter Zeit ging das leider nicht, aber wir haben noch viele Pläne. Gerne würden wir einen Selbstbehauptungskurs durchführen und eine Person einladen, die uns dazu etwas zeigt.

Was sind Ihre weiteren Ziele für die kommende Zeit in eurem Amt?

ND: Da unsere Amtszeit noch dieses Jahr zu Ende geht, möchten wir ein Video mit einem Rückblick auf die letzten vier Jahre erstellen und damit den Frauen etwas mitgeben.

JK: Mit dem Film möchten wir auch für das Amt werben. Manche Sachen konnten wir wegen Corona nicht umsetzen. Trotzdem haben wir in dieser Zeit viel erreicht und andere Wege gefunden, um uns mit den Frauen auszutauschen. Das möchten wir in dem Video zeigen.

Was wünschen Sie sich für Ihre Aufgabe? Was brauchen Sie dafür?

JK: Hilfreich wäre für uns ein Grundkurs in der E-Mailbearbeitung, denn hier haben wir noch wenig Erfahrung. Protokolle schreiben und verteilen wir zum Teil bereits selbst. Die Begleitung durch Mitarbeitende ist für auf jeden Fall wichtig.

ND: Auf unsere Unterstützerinnen können wir immer zählen. Geplant ist auch, dass wir einen extra Raum bekommen, wo wir uns treffen können. Dort soll dann auch unser Computer stehen, der bereits angeschafft wurde.

Wo können sich Frauen melden, die mit Ihnen Kontakt aufnehmen möchten?

JK: Telefonisch können sich Frauen über unsere Unterstützerinnen Cathleen Merker (Tel. 207) oder Julia Kracker (Tel. 288) melden. Sie kommen dann auf uns zu. Wir sind auch per E-Mail erreichbar unter: frauenbeauftragte@barmherzige-gremsdorf.de

ND: Wir sind für euch da, ihr könnt euch immer melden und wir nehmen uns Zeit für eure Wünsche, Probleme und Ideen.

Die hausboten-Redaktion bedankt sich bei Nadja Dölfel und Jessica Knauer für das Gespräch, gratuliert den beiden Frauen herzlich zum erfolgreichen Abschluss der Fortbildung und wünscht ihnen weiterhin viel Freude im Amt.

(Anna Krug)

nach oben