Unsere Kirche lebt

Das Wort „Kirche“ steht zum einen für ein sakrales Bauwerk des Christentums, es ist aber auch die allgemeine Bezeichnung für die Gemeinschaft der Christen.

Seit dem Jahr 1907 verfügen auch die Barmherzigen Brüder Gremsdorf über ihre eigene Kirche, einst gebaut als Klosterkapelle für die Ordensgemeinschaft. Heutzutage ist das Gotteshaus, das der Heiligen Familie geweiht ist, für die gesamte Hausgemeinschaft ein Ort des Gebetes, der Gottesdienste, der Begegnung. Dieser Aufgabe diente es 113 Jahre lang.

Aber Corona! – ja, auch hier hat das winzig kleine Virus einschneidende Folgen verursacht. Nach Ausbruch der Pandemie konnte erst gar kein Gottesdienst mehr gefeiert werden, der freie Zugang in die Kirche war nicht mehr möglich. Nach Wochen wurden erst einmal „einsame“ Fernsehübertragungen durch den Seelsorger Peter Jankowetz zur Regel. Mit der Zeit durften einige wenige Besucher, meist aus dem Kreis des Pastoralrates, kommen.

Aber jetzt, am 20. September, haben sich die Kirchentüren der Einrichtung noch etwas weiter geöffnet. Nach fast sechs Monaten durften die ersten Bewohner das Gotteshaus wieder betreten – wenn auch unter strengen Hygienemaßnahmen. Ein weiterer kleiner, jedoch bedeutender Schritt hin zur Normalität.

Kommen konnten, gemäß dem Kohortenprinzip, Bewohner und Mitarbeitende der Gruppe Barbara.

Das Tagesevangelium nach Matthäus erzählte, dass Jesus von einem Reich Gottes träume, in dem „jeder von uns das bekommt, was er braucht“.

Eines der gemeinsam gesungenen „Masken“-Lieder lautete: „Lasst uns miteinander, lasst uns miteinander singen, loben, danken….“

Miteinander will man dann auch die künftigen Samstags- und Sonntagsgottesdienten feiern – eingeladen dazu werden dann weitere Wohngruppen, ganz nach dem Motto: Unsere Kirche lebt immer mehr in ihrer ursprünglichen Form.

  (Johannes Salomon)

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