Sie nähen, nähen und nähen

Tja, da können talentfreie Zeitgenossen in Sachen Näherei nur staunen, den Hut ziehen und – in der jetzigen Situation ganz wichtig – den weit aufgerissenen Mund schließen.

Tatsache und Zahl sind einfach nur phänomenal. Da gibt es fleißige und hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Schneidetischen und Nähmaschinen, um das in Handarbeit herzustellen, was momentan von nirgendwoher zu bekommen ist: Mundschutzmasken.

Und die Initiatorin, Tanja Paladini, berichtet, wie es zu dieser tollen Aktion kam. „Am Anfang stand ein Blick ins Internet.“ Dort habe die Mitarbeiterin von einer solchen Nähaktion in Eigenregie erfahren. „Und diese Idee ließ mich nicht mehr los.“

Das Nähen gehört schon seit langer Zeit zu einer Lieblingsfreizeitbeschäftigung von Tanja Paladini. Und noch am gleichen Tag setzte sie sich hin und erstellte einige Prototypen. Dies gelang ihr auch deswegen, „weil ich immer genügend Stoff zu Hause habe“, sagt sie.

Die fertigen Masken brachte Paladini tags darauf mit zur Arbeit, sie zeigte sie ihren Chefs und dann kam der Wunsch, ja der Auftrag: Bitte produzieren!

Und es dauerte gar nicht lange, bis sich einige Mitarbeitende fanden, die spontan auf den Nähzug aufsprangen. Recht schnell konnte auch die eine oder andere Oma beziehungsweise Schwiegermutter für die gute Idee gewonnen werden. Diesem Helferkreis schlossen sich dann sogar noch Angehörige und Betreuer der Bewohner an.

Nicht zuletzt ein Facebook-Aufruf half, dass auch engagierte wildfremde Menschen diese Nähaktion unterstützen. So konnte seit dem 30. März jeder Mitarbeitende mit waschbaren Mundschutzmasken ausgestattet werden. Und alle waren schließlich Unikate mit durchaus ansprechendem Design. Möglichst bunt ist dabei ein bevorzugtes Motiv.

Und die Näherinnen und Näher, wo sie auch immer tätig sind, und woher sie ihre tollen Produkte auch den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf zur Verfügung stellen, lassen in ihrem Näheifer einfach nicht nach. Dafür sagt der Geschäftsführer der Gremsdorfer Einrichtung, Günther Allinger, „allen ein aufrichtiges Dankeschön“.

(Johannes Salomon)

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