Mit Mut Visionen und Träumen nachgehen

v.l.n.r. Schulleiter Andreas Keidel, Kursleiter Jens Breuer, Oberkurs: Julia Nendel, Madeleine Tiefel, Andrea Friedrich, Kursleiterin Sandra Ilgner, helferkurs: Wolfgang Emmert, Petra Roberts, Mario Murk, Nadja Wahner

Die Abschlussfeier ihrer Schulausbildung bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf begingen die 29 Heilerziehungspfleger und sechs –pflegehelfer mit einem Gottesdienst im Klostergarten.

Seelsorger Peter Jankowetz nahm darin Bezug auf die sich im Blickfeld der Besucher befindliche Augustinus-Fachschule. Seit einigen Monaten finden dort umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen statt.

Die Studierenden hätten sich während ihrer Ausbildungszeit einen „guten Grund“ geschaffen, auf den sie nun aufbauen könnten, so der Pastoralreferent. „Ihr habt geplant, zusammengearbeitet, die einzelnen Arbeitsschritte nach und nach verrichtet und seid mit diversen Schwierigkeiten zurechtgekommen.“ Nun sei das Fundament für ein weiteres Berufsleben entstanden.

Ein wichtiger Motivationsgrund für die Ausbildung sei sicherlich auch die Absicht gewesen, die Welt ein wenig lebens- und liebenswerter zu machen, lobte Peter Jankowetz die Absolventen. Und mit „Vertrauen in Euch selbst und auf Gott könnt ihr ein Segen für die Menschen sein“.

Im Namen der Geschäftsleitung gratulierte Ute Häußer, Fachdienstleiterin und Mitglied des Direktoriums, den Studierenden zu ihrem erfolgreichen Abschluss. Sie forderte die Schulabsolventen dazu auf, auch Visionen und Träumen nachzugehen. Denn nur wenn man etwas mit Begeisterung tue, dann könne man Außergewöhnliches leisten. Und dazu sei es immer wieder nötig, „in sich hineinzuhorchen und die Stille zu suchen“, sagte Häußer.

Der Vertreter der Barmherzigen Brüder, Prior Bernhard Binder, hob den besonderen Stellenwert des Berufs Heilerziehungspfleger hervor und ermutigte die Schulabgänger, „mit Kopf, Herz und Händen“ vorzugehen, wozu der Ordensbruder „viel Glück und viel Segen“ wünschte“.

Schulleiter Andreas Keidel verwendete das Besteigen eines Berges als Metapher für das, was die Studierenden in den Ausbildungsjahren geleistet haben. Der letzte steile Anstieg sei nun auch noch geschafft. Jetzt könne der Blick in die Ferne geworfen werden. Klarer erkennbar seien nun viele berufliche Möglichkeiten und Perspektiven.

Keidel sah aber auch lobend auf seine Lehrerkollegen, die als eine Art Bergführer die jungen Menschen zum Ausbildungsgipfel begleitet und geführt haben.

Gerade zum Berufsbild Heilerziehungspfleger gehöre die Integration. Für diese große gesellschaftliche Herausforderung „benötigen sie Mut“. Und direkt an die Schulabsolventen gewandt, forderte der Schulleiter diese auf, „zuversichtlich und nicht ängstlich verzagt“ die Dinge anzugehen, die im Sinne und zum Wohle der ihnen anvertrauten Menschen nötig sind.

Leicht wehmütig blickte Keidel schließlich auf die gemeinsamen Schuljahre zurück: „Wir haben sie alle gerne hier gehabt, und wir waren gerne mit ihnen unterwegs auf den Gipfel des heutigen Tages.“

Die Schülervertreterinnen Michaela Busch, Sophie Lerner und Nadine Rottner wiesen in ihrer Abschlussrede darauf hin, dass das Kapitel Schule zwar abgeschlossen sei, ein neues Kapitel jetzt jedoch anfange, eines, das „noch nicht geschrieben ist“. Die Augustinus-Schule hätte wohl Feder und Tinte geliefert, „das Buch muss nun aber jeder von uns selber schreiben“. Und es werden wohl viele verschiedene Geschichten entstehen, „denn wir alle haben unterschiedliche Pläne für die Zukunft“.

Als Notenbeste des Oberkurses wurden Julia Nendel, Madeleine Tiefel und Andrea Friedrich ausgezeichnet. Aus dem Helferkurs wurden geehrt: Nadja Wahner, Mario Murk, Petra Roberts und Wolfgang Emmert.

 

(Johannes Salomon)

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