Menschen mit und ohne Behinderung leben in einem Haus

Spatenstich zum Wohnbauprojekt in Adelsdorf

v.l.n.r.: Geschäftsführer der Baufirma Peter Schalk, Architekt Albert Kastner, Technischer Leiter der Barmherzigen Brüder Gremsdorf Eric Nagl, Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder Gremsdorf Günther Allinger, Bürgermeister von Adelsdorf Karsten Fischkal, Bauleiter Peter Hofmann, Bewohnerverteter der Barmherzigen Brüder Gremsdorf Ricky Wimmer

Der Wunsch nach mehr integrativen Wohnangeboten in der Region, die zudem auch bezahlbar seien, stand vor rund zwei Jahren ganz oben auf Günther Allingers Agenda für die nahe Zukunft. Und für diesen Plan suchte der Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder Gremsdorf einen geeigneten Partner.

„Als ich beim Bürgermeister von Adelsdorf, Karsten Fischkal, diesbezüglich vorstellig wurde, stieß ich sofort auf offene Ohren“, freute sich damals der Leiter der Gremsdorfer Einrichtung für Menschen mit Behinderung.

Und so setzten Allinger und Fischkal die Pläne nach bezahlbarem sozialem Wohnungsbau relativ schnell in die Tat um. Und das Gemeindeoberhaupt ergänzte, dass „der Inklusionsgedanke das Tüpfelchen auf dem I ist: Menschen mit und ohne Behinderung leben in einem Haus“.

Auf 2056 Quadratmetern werden 21 Wohnungen für ein bis vier Personen in der Oberen Bachgasse in Adelsdorf entstehen. Die Miete pro Quadratmeter solle dabei 8,50 Euro nicht übersteigen. Bei entsprechend niedrigem Einkommen sinkt dieser Preis in drei Stufen, die Differenz übernimmt dann die Wohngeldstelle.

Zugang zu diesen Wohnungen sollten dann, nach Günther Allinger, Einzelpersonen beziehungsweise Familien, „die unter einer gewissen Einkommensgrenze liegen und berechtigt sind, eine Wohnraumförderung zu bekommen“ sowie Menschen mit Beeinträchtigung erhalten.

Da der soziale Wohnungsbau nun nicht gerade zu den Kernaufgaben einer Gemeinde gehöre, sei Bürgermeister Fischkal froh gewesen, dass die Barmherzigen Brüder Gremsdorf die Trägerschaft des Bauvorhabens übernommen haben. Nach monatelanger Planung erfolgte am 20. März 2019 dann der Spatenstich.

Das Bauprojekt wird rund 4,1 Millionen Euro kosten. Davon übernehmen die Barmherzigen Brüder 1,6 Millionen aus Eigenmitteln; der Restbetrag wird durch öffentliche Baudarlehen erfolgen.

Sowohl der Leiter der Behinderteneinrichtung als auch der Adelsdorfer Bürgermeister sind überzeugt, dass das Mehrfamilienhaus bald ausgebucht sei.

Der Hospitalorden der Barmherzigen Brüder engagiere sich deswegen beim sozialen Wohnungsbau, „weil es uns wichtig ist, da Geld zu investieren, wo es ganz besonders benötigt wird“, bekräftigt Günther Allinger.

Der Würzburger Architekt Albert Kastner plant für November 2020 die Fertigstellung.

nach oben
Besuchen Sie unsere Facebook-Seite