„Macht euch keine Sorgen“

Nach einem halben Jahr des Ausnahmezustandes durften die Bewohner und Mitarbeitenden des Hauses Maria endlich wieder Gottesdienst feiern - und zwar gleich vier an der Zahl, nämlich jede Wohngruppe einzeln nacheinander im Garten. Anlass dafür war die Namenspatronin des Hauses, die alljährlich im September gefeiert wird, Maria.

Seelsorger Peter Jankowetz sprach von einer verrückten Zeit, die wir alle in den vergangenen sechs Monaten erlebt hätten. Eine Zeit, die bei vielen geprägt war, von Sorgen und Befürchtungen. Um das Leben und die Gesundheit, um genügend Essen oder das richtige Verhalten. Als Symbol hatte er ein Vogelhäuschen mitgebracht. Dort fänden allerlei „schräge Vögel“ etwas, dass ihnen Nahrung und Kraft spende. Die Erfahrungen der Pandemie hätten gezeigt, wie wichtig es sei, im Hier und Jetzt zu leben. „Macht euch keine Sorgen, seht euch die Vögel an. Sie sähen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte in Scheunen“, so Jankowetz. „Jemand sorgt für uns“, fuhr er fort und ermutigte die Anwesenden, sich um das zu kümmern, was gerade jetzt geschehe. Hilfreich sei es dabei, zu wissen, was jedem von uns wichtig sei für ein gutes und gelungenes Miteinander im gemeinsamen Leben und Arbeiten unter dem Dach des Hauses Maria. Neben Gebeten und Gesängen wurde auch der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht.

Da es in diesem Jahr aufgrund der Sicherheitskonzepte leider keine Maria-Kerwa geben konnte, was viele Bewohner und Mitarbeitende bedauerten, durfte zumindest ein bisschen Flair nicht fehlen. Dies wiederum bekundete Günther Gräf mit den Worten: „Der Gottesdienst hat mir sehr gut gefallen.“ Zum Abschluss erhielt jeder Bewohner eine Tüte Popcorn. Anschließend wurde bei Kaffee und Kuchen in den jeweiligen Wohngruppen gemeinsam gefeiert.

 

(Anna Krug)

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