"Machen wir weiter so!"

Die Jahresversammlung des Freundeskreises der Barmherzigen Brüder Gremsdorf e.V. musste zwar coronabedingt um ein viertel Jahr verschoben werden, umso herzlicher hieß Vorstand Herbert Fiederling die 22 Gäste im Forum willkommen.

„Unfassbar, nicht zu glauben“, so schilderte Fiederling seine Gemütslage, nachdem er erfahren hatte, dass sein Freund und Kollege Brüne Soltau am 15. Juli 2021 ganz überraschend gestorben war. 20 Jahre hatten sie gemeinsam der Vorstandschaft des Freundeskreises angehört. „Ich bin tief traurig, er wird mir fehlen“. (Eine extra Würdigung an anderer Stelle in diesem hausboten.)

Fiederlings Jahresrückblick begann mit einer recht positiven Nachricht. Immerhin konnten 11.500 Euro für verschiedene Projekte zugunsten der Bewohner:innen und Beschäftigten ausgeschüttet werden. Dabei betonte der Vorsitzende, dass nur dann von Seiten des Freundeskreises finanziell geholfen werde, wenn anderweitig keine Unterstützung erfolge.

Die Gesamtsumme aller Geldzuwendungen beläuft sich seit der Gründung des Freundeskreises vor 20 Jahren aktuell auf 246.000 Euro, so Herbert Fiederling.

Das Guthaben liege zum 31. Dezember 2020 bei 62.500 Euro, berichtete Kassenführerin Stefanie Lotter. Eine exzellente Kassenführung bescheinigte der Prüfer Ewald Münch seiner Kollegin. Einstimmig wurde sowohl sie als auch die gesamte Vorstandschaft entlastet.

Das Direktoriumsmitglied der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, Ute Häußer, gab in Vertretung des Geschäftsführers Günther Allinger ebenso einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Besonders hervorzuheben seien dabei die 21 Sozialwohnungen in Adelsdorf, die zum Jahreswechsel bezogen werden konnten. Für die sehr gute Zusammenarbeit bedankte sich Häußer beim anwesenden Adelsdorfer Bürgermeister Karsten Fischkal. Der Zeitplan für den Wohnheim-Neubau „Menschen im Austimus-Spektrum“ verzögere sich etwas. Noch in diesem Jahr solle nach den Worten der Referentin dagegen der Spatenstich für eine neue Förderstätte mit 60 Plätzen erfolgen.

Lobende Worte fand Ute Häußer für die Haus- und Dienstgemeinschaft der Barmherzigen Brüder Gremsdorf. „Dank ihrer Energie und Tatkraft sind wir gut durch den Pandemieverlauf gekommen.“ Entscheidend dabei seien die beiden Faktoren Impfen und Testen gewesen.

Recht bedauerlich sei die Tatsache gewesen, dass sowohl Förder- und Seniorentagesstätte als auch die Werkstatt eineinhalb Jahre geschlossen waren, berichteten Beate Drückler, Bereichsleiterin der Wohnangebote, und Förderstättenleiter Reginald Niksch. In einer Präsentation zeigten beide Mitarbeitenden der Gremsdorfer Einrichtung exemplarisch einige Anschaffungen durch die finanzielle Hilfe des Freundeskreises. Sie verwiesen auf zehn Tablets im Wert von 3.600 Euro. Ursprünglich wurden sie gekauft, damit die im Lockdown lebenden Bewohner:innen mit ihren Angehörigen in Kontakt treten konnten. Heute dienen sie vor allem zu Schulungszwecken. Die recht teuren Spezialkopfhörer zum Ausblenden von Außengeräuschen ermöglichen gerade Menschen im Autismus-Spektrum eine Teilhabe an normalen Alltagsaktivitäten. Drückler und Niksch zeigten sich außerdem sehr dankbar für so genannte Talker und Anybooks, für ein Laminiergerät sowie für Gewichtsdecken und –westen.

Am Ende der einstündigen Sitzung bedankte sich Vorsitzender Herbert Fiederling zum einen für die doch recht zahlreiche Teilnahme an der Jahressitzung als auch für die große Bereitschaft unter den Freunden, die Barmherzigen Brüder Gremsdorf tat- und finanzkräftig zu unterstützen. „Machen wir weiter so!“

 

(Anna Krug)

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