Gremsienarbeit in Corona-Zeiten

Der Werkstattrat und die Frauenbeauftragten mussten seit Januar 2021 ihre Arbeitsweisen an die pandemiebedingten Gegebenheiten anpassen. Sitzungen und Besprechungen konnten nicht wie gewohnt „an einem Tisch“ stattfinden. Doch die Arbeit und der Wunsch nach Austausch blieben dennoch bestehen.

So fanden nun wöchentlich Telefonkonferenzen zwischen dem Werkstattrat, der Frauenbeauftragten und den Vertrauenspersonen statt. Die einzelnen Mitglieder saßen in separaten Räumen und nutzen dafür sogar ihre Privattelefone. Ein Austausch konnte so wieder ermöglicht werden, eben nur etwas anders.

Auch machten sich Nicole Jurasch, Nadja Dölfel, Pia Müller, Rainer Staudigel und Heiko Biesenecker sowie die stellvertretende Frauenbeauftragte Jessica Knauer mit neuen Kommunikationswegen vertraut.

Die Vorsitzende des Werkstattrates, Nicole Jurasch, besuchte eine Online-Veranstaltung zum Thema „Empowerment per App“ und lernte dort eine App, also eine Anwendung für Smartphone oder Tablet, für Menschen mit Behinderung kennen. Eine Art Lernprogramm, um noch mehr am kulturellen und sozialen Leben sowie am Beruf teilhaben zu können.

Die Frauenbeauftragten, Nadja Dölfel und Jessica Knauer, nahmen an einem Fachtag zum Weltfrauentag teil. Nicht vor Ort, sondern ganz digital, und natürlich immer unter Einhaltung der vorgegebenen Schutz- und Hygieneregeln. Auch veranstaltete die Organisation „Weibernetz“ eine Videokonferenz für Frauen aus ganz Deutschland. Die Frauenbeauftragten konnten sich mit anderen Interessensvertreterinnen austauschen und sich vor allem Mut in den schwierigen Zeiten geben. Um den wertvollen Austausch unter den Frauen aufrecht zu erhalten, bietet „Weibernetz“ alle zwei Wochen eine Telefonkonferenz an. Die Frauenbeauftragten nehmen daran interessiert teil, stärken sich gegenseitig, erhalten hilfreiche Tipps und Anregungen für ihre Tätigkeit und halten sich somit immer auf dem Laufenden.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Beirat der gesetzlichen Vertreter konnte durch eine rege Telefonkonferenz mit Frau Murawski, Gastsitz WfbM, wieder ermöglicht werden.

Die Arbeit der Gremien musste sich stets an die pandemiebedingten Gegebenheiten anpassen. Da der direkte Kontakt zu ihren Werkstattkolleginnen und –kollegen aktuell nicht möglich ist, sind sie stark auf die Unterstützung der Mitarbeitenden vor Ort angewiesen. Die Mitarbeitenden dienen hier als Vermittler. So lesen sie die Infobriefe des Werkstattrates und der Frauenbeauftragten vor, übermitteln Fragen und Anregungen der Beschäftigten und vereinbaren Telefontermine mit den Gremien.

Ja, in den letzten Monaten hieß es, neue zu Wege gehen und besonders offen zu sein für die neue Art der Begegnung. Und diese Flexibilität und Offenheit bewiesen die Mitglieder der Interessensvertretungen stets. Denn eins liegt ihnen immer am Herzen: „Wir wollen für unsere Kollegen in der Werkstatt da sein.“

 

(Cathleen Merker)

 

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