Frieden durch Versöhnung

Seit ihrer Weihe im Jahr 1907 steht die Hauskirche der Barmherzigen Brüder Gremsdorf unter dem Patronat der „Heiligen Familie“. Und dies feiert die Hausgemeinschaft zu Beginn eines jeden Jahres mit einem Festgottesdienst. Seit über drei Jahrzehnten zelebriert der jeweilige Weihbischof von Bamberg die Heilige Messe. 

In diesem Jahr hieß der Provinzial des Hospitalordens, Frater Benedikt Hau, Weihbischof Herwig Gössl herzlich willkommen. Es sei für Bewohner wie Mitarbeiter eine große Freude und Ehre, dass auch er dieser Tradition nachkomme. Und, so Frater Benedikt, er betrachte dies als Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit.

Am Jahresanfang sei wohl das wichtigste der „Wunsch nach Frieden“, sowohl in der Politik, der Gesellschaft, aber auch in der Familie, sagte Weihbischof Gössl. Frieden fänden wir auch dann, wenn wir unser Leben auf Gott ausrichten. Aber, so der Bamberger Bischof, es gäbe ein Verhalten, das ihn so richtig aufrege. „Wenn jemand meint, er sei etwas ganz Besonderes“, sich eben an keine Regeln halte. Nicht selten nehme der Mensch für sich in Anspruch, dass er besser als andere, dass er schlauer sei.

Die richtige Antwort gebe jedoch das Tagesevangelium, sagte Herwig Gössl. Dass Jesus durch Johannes getauft werden möchte, sei Zeichen dafür, dass er sich „in die Reihe mit seinen Mitmenschen stellt, keinerlei Sonderbehandlung will“.

Gössls Schlussfolgerung lautete deshalb, dass wir diesen Jesus durchaus zu unserem Vorbild nehmen könnten. Denn auch im Kleinen, wie zum Beispiel in den Familien, müsse man sich einordnen, sich gegenseitig unterstützen und helfen. Wenn wir bereit seien, auch zu dienen, so der Weihbischof, dann könne die Welt durchaus besser werden.

Der liturgische Tanzkreis veranschaulichte den Gedanken der Rücksichtnahme, des gegenseitigen Annehmens und Respektierens sowie des Versöhnens.

Auch schon seit Jahrzehnten umrahmt die Siemens-Healthcare-Konzertband den Festgottesdienst mit eindrucksvollen Akzenten und lädt die Hausgemeinschaft zu einem nachmittäglichen Konzert ein.

 

(Johannes Salomon)

nach oben
Besuchen Sie unsere Facebook-Seite