Freunde halfen kurzfristig und unbürokratisch

Eigentlich sollte die Jahresversammlung des Freundeskreises der Barmherzigen Brüder Gremsdorf ja bereits im März stattfinden. Covid-19 machte diesem Vorhaben aber einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

Die mittlerweile gelockerten Bestimmungen ließen erst jetzt, ein halbes Jahr später, ein Treffen mit 18 Teilnehmern zu, wenn auch, wie es der erste Vorsitzende, Herbert Fiederling, ausdrückte, unter einer etwas „bedrückenden Stimmung“, denn Hygiene- und Abstandsregeln mussten eingehalten werden.

Aber, so Fiederling, „ich bringe auch ein gute Nachricht mit“. Im letzten Jahr konnte der Freundeskreis, der momentan 174 Mitglieder zählt, rund 22.000 Euro einnehmen. Davon wurden 35 Einzelspenden ermöglicht. Unter anderem verwies der Vorsitzende auf sogenannte Gewichtsdecken, Sitzsäcke, Fitnessgeräte beziehungsweise Lauftrainer speziell für körperbeeinträchtigte Bewohner. Aber auch die einrichtungseigene Damentischtennismannschaft konnte sich über eine neue Sportausrüstung freuen, sagte Herbert Fiederling.

Und er bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeitenden der Barmherzigen Brüder Gremsdorf für ihr tolles Engagement und ihre einfühlsame Arbeit mit den beeinträchtigten Menschen.

Schatzmeisterin Stefanie Lotter gab den anwesenden Mitgliedern eine genaue Übersicht über ihre Kontoführung. Insgesamt wurden seit der letzten Jahresversammlung über 24.000 Euro an die Barmherzigen Brüder Gremsdorf ausgezahlt.

Der Freundeskreis der Barmherzigen Brüder Gremsdorf verfüge über ein gewisses Guthaben, somit könnten auch kurzfristige Anschaffungen ermöglicht werden. „Wobei wir nur dann zahlen, wenn keine öffentlichen Gelder fließen“, erklärte die Schatzmeisterin.

Der Geschäftsführer der Gremsdorfer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung, Günther Allinger, bedankte sich schließlich beim Freundeskreis dafür, dass er auch in der schwierigen Coronazeit bereit war, „äußerst kurzfristig viel Geld in die Hand zu nehmen“. So wurden innerhalb weniger Tage zehn Tablets unbürokratisch angeschafft, mit denen die Bewohnerinnen und Bewohner zumindest „Kontakt nach außen halten konnten“. Denn, so Allinger, die Einrichtung sei zu Beginn der Corona-Krise wochenlang für Besucher geschlossen gewesen.

Wie „locker und komplikationslos“ die Bewohner die Krisenzeit mit ihren doch enormen Einschränkungen bewältigt hätten erstaunte nach den Worten des Geschäftsführers viele Mitarbeiter

Er verwies darauf, dass die Benedikt-Menni-Werkstatt durch die lange Schließzeit „große finanzielle Einbußen“ hatte.

Allinger machte aber auch klar, dass Corona die Einrichtung wohl noch längere Zeit mehr oder minder beschäftigen werde. „Umso mehr freut es uns, dass Begegnungen innerhalb und außerhalb des Hauses wieder im Großen und Ganzen möglich sind.“

Positiv stimmen Allinger die momentanen Baumaßnahmen. Das sozial geförderte Bauprojekt  mit seinen 21 Wohnungen in Adelsdorf kann wohl Ende des Jahres fristgerecht bezogen werden. Und auch der Bau des Zentrums für Menschen im Autismus-Spektrum auf dem Einrichtungsgelände befindet sich im vorgesehenen Zeitrahmen.

 

(Johannes Salomon)

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