Ehrensache!

Dr. Ute Salzner (links) in Aktion beim Entnehmen eines Nasenabstrichs

In ihrer Dreifachfunktion als Stadt-, Kreis- und Bezirksrätin hat Dr. Ute Salzner in der Regel allerhand zu tun. Mit der Pandemie veränderte sich allerdings auch ihr Alltag. Viele der üblichen Abendveranstaltungen, die sonst oft ihren Kalender füllen, fallen derzeit aus. Dieser Umstand war der CSU-Politikerin Anlass genug, sich in der freigewordenen Zeit aktiv nach Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements umzusehen und so fand sie ein Betätigungsfeld bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf.

Über ihre beruflichen Kontakte hatte Dr. Ute Salzner von der momentanen Doppelbelastung in der Gremsdorfer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung erfahren. Neben der seit Monaten bestehenden Corona-Teststation stemmt die Hausgemeinschaft derzeit zusätzlich die Aktion zur Corona-Schutzimpfung in Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum Erlangen-Höchstadt.

Schnell entschied sich die Höchstadter CSU-Politikerin dafür, in Gremsdorf ihre Hilfe anzubieten. Diese kam wie gerufen, denn in ihrer Qualifikation als Ärztin konnte Salzner in der Teststation wertvolle Dienste leisten. Etwa 1.500 sogenannte Point-of-Care-Schnelltests werden momentan in der Einrichtung wöchentlich durchgeführt. Hierfür wird ein Abstrich über die Nase entnommen, wofür entsprechend qualifiziertes und geschultes Personal unabdingbar ist. Für die Menschen in der Gremsdorfer Einrichtung bedeutet dies derzeit einen Spagat, denn auch das hausinterne Impfzentrum bindet einiges an personellen Ressourcen. Durch das Engagement von Dr. Ute Salzner entstand somit eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Das Gremsdorfer Team wird durch ihren tatkräftigen Einsatz entlastet und Salzner kann ihrerseits wertvolle Einblicke in die derzeitigen Aufgaben und Herausforderungen in der Praxis sozialer Einrichtungen gewinnen, die ihr nicht zuletzt auch für ihre politische Tätigkeit als Mitglied im Sozialausschuss von Nutzen sein werden.

Ihre Profession als Ärztin zeigte die Höchstadterin dabei zweifelsohne, denn das Entnehmen von Nasenabstrichen in Vollschutz stellte für sie kein Problem dar. „Ich habe mich auch schon für einen weiteren Termin vorgemerkt“, so Salzner nach ihrem ersten Einsatz in der Gremsdorfer Teststation. „Ich freue mich, wenn ich eine Hilfe sein und meinen Beitrag leisten kann“, erklärt sie weiter und lobt zudem die Organisation des Testbereichs. „Vor allem die doppelt gesicherte Dokumentation halte ich für sehr durchdacht und sinnvoll.“

Besonders erfreut von dem Engagement zeigen sich Beate Drückler und Ute Häußer aus dem Direktorium der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, die sich derzeit maßgeblich um die internen Vorkehrungen zum Umgang mit der Pandemie kümmern. „Wir sind sehr dankbar, dass Frau Dr. Salzner als politische Vertreterin sich die Zeit nimmt, um mit Ihrer Kompetenz und ihrem Interesse praktische Einblicke in unserer Einrichtung zu sammeln. Dabei federt sie gleichzeitig Engpässe ab und sorgt dafür, dass mehr Mitarbeitende wieder in der direkten Begleitung unserer Klienten eingesetzt werden können“, resümiert Fachdienstleiterin Ute Häußer.

 

(Anna Krug)

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