Der Hoffnung ein Gesicht geben

Erstmals stiegen in diesem Jahr Frauen der Barmherzigen Brüder Gremsdorf in die Bewegung des Weltgebetstags der Frauen ein. 

An diesem Tag bekräftigen Frauen in aller Welt ihren Glauben an Jesus Christus und teilen ihre Hoffnungen und Ängste, ihre Freuden und Sorgen, ihre Möglichkeiten und Bedürfnisse miteinander. In mehr als 120 Ländern ermutigen sich Frauen dadurch gegenseitig, sich durch die Glaubenserfahrungen von Christinnen anderer Länder und Kulturen inspirieren zu lassen und sich ihrer Gaben bewusst zu werden. Sie beten gemeinsam und solidarisieren sich, besonders mit den Frauen in Not und Armut, in aller Welt und im Austragungsland. Dieses war heuer Simbabwe.

Das Gremsdorfer Vorbereitungsteam, bestehend aus Nadja Dölfel, Kerstin Krause und Christa Tottmann, hatte sich im Vorfeld Gedanken gemacht und einiges vorbereitet. Etwa 20 interessierte Frauen lauschten in der Kirche aufmerksam der Geschichte des Austragungslandes. Der Brief einer Frau aus Simbabwe erzählte von großen Belastungen durch Armut, Arbeitslosigkeit und Krankheit. Aber auch Familie, Gemeinschaft, neue Gesetze und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft kamen darin vor.

In einem Text aus dem Johannesevangelium hieß es anschließend: „Steh‘ auf, nimm deine Matte und geh‘!“ Christa Tottmann erklärte, „Gott lädt uns ein, heil zu werden, versöhnt zu werden, mit uns selbst und miteinander“. Sie ermunterte uns Frauen, nicht aus Angst vor Veränderung „auf unserer Matte liegen zu bleiben“.

Auf den Stühlen waren bunte Fußabdrücke verteilt, auf die jede Teilnehmerin ihre persönlichen Wünsche notieren durfte: Wohin möchte ich mich auf den Weg machen, mich verändern? Welche Hoffnungen und Wünsche habe ich für die Welt? Was kann und möchte ich tun, um diese Veränderungen anzustoßen?

Die Fußabdrücke wurden anschließend in einen errichteten Teich vor dem Altar gelegt und in den Fürbitten brachten einige Teilnehmerinnen ihre Wünsche für die Frauen in aller Welt zum Ausdruck. Gemeinsam sangen, beteten und tanzten wir.

Jede Teilnehmerin erhielt zum Abschluss ein grünes Segensbändchen mit der Botschaft: Gott segne dich. Er erfülle deine Füße mit Tanz und deine Augen mit Lachen. Er gebe uns allen immer neu die Kraft, der Hoffnung ein Gesicht zu geben.

„Ich bedanke mich ganz herzlich für diesen Tag“, sagte eine der Anwesenden. „Es war mir eine große Freude, mich für die Frauen dieser Welt einzusetzen.“ Nadja Dölfel lud zum Abschluss noch zu einem Imbiss ein, um den Weltgebetstag der Frauen gemeinsam ausklingen zu lassen.

 

(Anna Krug)

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