Der Heilige Geist als schöpferische Macht

Man könne ihn spüren in den Menschen, die einem begegnen, in der täglichen Arbeit und auch in seinem Herzen: den Heiligen Geist. Mit diesen Worten begannen Pater Thomas Väth und Pastoralreferent Peter Jankowetz ihren Pfingstgottesdienst.

Wie in Corona-Zeiten gewohnt, blieben die Kirchenbänke fast leer. Nur ein paar wenige Gläubige feierten vor Ort mit. Dafür wurde die Feier per Kamera in alle Wohngruppen live übertragen.

Nach den Worten von Väth und Jankowetz bewirke der Heilige Geist unter anderem, „dass ich Gutes denke und tue und Gutes im Leben finde“. Er sei nämlich immer in mir.

Der Verstand, die Erkenntnis, die Weisheit, der gute Rat, die Frömmigkeit, die Gottesfurcht sowie die Stärke gelten im Christentum als die vom Heiligen Geist verliehenen Begabungen. Diese werden gerne auch als Charismata oder auch als Charismen bezeichnet und sind landläufig als die sieben Gnadenregeln bekannt.

Während die beiden Gottesdienstleiter diese näher erklärten, entzündeten am siebenarmigen Leuchter abwechselnd die Mitarbeiterin Romina Rathgeber und ihr Kollege Jürgen Mönius sieben Kerzen.

Mit Hilfe der verliehenen Gaben gelänge es den Menschen, so die zwei Seelsorger, den Verstand richtig einzusetzen, sich verantwortungsvoll um Gottes Schöpfung zu kümmern, zu unterscheiden, was richtig und falsch ist und echte Freunde zu finden.

Der Heilige Geist helfe uns darüber hinaus, auf Gott, aber auch auf uns selbst zu vertrauen, Gottes Liebe zu erkennen, die nun mal größer sei als menschliche Gerechtigkeit, und die Würde des Menschen zu achten und für sie einzustehen, sagten Thomas Väth und Peter Jankowetz.

Der Ordenspriester aus Regensburg verglich in seiner Verkündigung den Heiligen Geist mit Feuer. Dieses bewirke, dass zwar zum einen Altes verbrannt werde, aber auch, dass durch die entstandene Asche ein Nährboden für Neues entstehe. Und so helfe uns schließlich auch der Heilige Geist, an den es zu Pfingsten besonders zu gedenken gelte, dass „Menschen immer wieder neu wachsen können“.

 

(Johannes Salomon)

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