Berufliche Perspektiven sind sehr gut

Unterkurs und Helferkurs mit ihrem Schulleiter Andreas Keidel

Mit 50 neuen Studierenden startete die Augustinus-Schule der Barmherzigen Brüder Gremsdorf ins Schuljahr 2018/19.

Dabei nehmen die 29 Schülerinnen und 21 Schüler durchaus weite Anfahrtswege in Kauf: von Nürnberg bis Bamberg beziehungsweise von Hersbruck bis Bad Windsheim.

Die 18- bis 51-Jährigen wollen in drei Jahren den Beruf des Heilerziehungspflegers beziehungsweise in einem Jahr den des Heilerziehungspflegehelfers erlernen.

Schulleiter Andreas Keidel weist darauf hin, dass die Neuanfänger unterschiedliche schulische Vorbildungen aufweisen – vom Hauptschüler bis zum Abiturienten. Aber auch Hotelfachleute, Gärtner oder Sozialbetreuer „drücken noch einmal die Schulbank“. Und die Perspektiven seien, so Keidel, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung „ohne Zweifel sehr gut“. Fachkräfte in den Bereichen Erziehung, Begleitung, Pflege, Bildung und natürlich auch Inklusion seien nun einmal gefragt.

Und Keidel ist überzeugt, dass die Studierenden mit Sicherheit „nicht für die Arbeitslosigkeit ausgebildet werden“.

Bis zu 15 Prozent der Schulabgänger in Gremsdorf nutzten die Möglichkeit eines Studiums an einer Hochschule beziehungsweise Universität. Die Ausbildung sei gleichbedeutend mit einem Meisterabschluss und somit berechtige diese zu einem uneingeschränkten Studium, sagt Keidel.

Neben einer entsprechenden Qualifizierung sieht der Schulleiter als einen weiteren wichtigen Motivationsgrund für die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger die Sinnfrage: „Was kann ich durch meinen Beruf bewirken?“

Schulleiter Keidel fordert von den Arbeitgebern wie der Politik, dass sich „die Rahmenbedingungen, unter denen die Arbeit der Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegehelfer stattfindet, noch entscheidend ändern muss“. Vor allem hinsichtlich der personellen Ausstattung vieler Heime, Behindertenwerkstätten, Förderstätten und integrativer Kindergärten müsse noch vieles getan werden. Denn „das, was man gelernt hat und auch kann, muss in der Umsetzung auch möglich sein, fordert Andreas Keidel. 

 

(Johannes Salomon)

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