Auf den Nächsten achten

Patronatsfest bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf

Weihbischof Herwig Gössl liest das Evangelium, an seiner Seite die Ministranten Regina und Michael.

Zwölf Jahre nachdem der Hospitalorden der Barmherzigen Brüder 1895 das Amtsschloss in Gremsdorf käuflich erworben hatten, um dort eine Einrichtung für Männer mit geistiger Behinderung aufzubauen, hat er auch seine Einrichtungskirche eingeweiht und unter das Patronat „Zur Heiligen Familie“ gestellt.

Seitdem begeht die Hausgemeinschaft zu Beginn eines jeden Jahres feierlich dieses Kirchweihfest. Und seit über drei Jahrzehnten zelebriert der Bamberger Weihbischof den Gottesdienst, musikalisch unterstützt durch die Siemens Healthcare Concert Band aus Erlangen.

In seiner Begrüßung, in der er Bischof Herwig Gössl herzlich willkommen hieß, betonte Geschäftsführer Günther Allinger, dass die Familien unsere Gesellschaft zusammenhalten.

Besonders hervorzuheben sei, sagte dann der Bamberger Weihbischof, dass man sich in den Familien geborgen fühlen könne, füreinander da sei und man nicht nur auf sich selbst, sondern besonders auf den anderen schaue.

In seiner Verkündigung nahm Gössl Bezug auf das Evangelium von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer und bezeichnete ihn zwar als einen Menschen, der durchaus auch einmal harte Töne anschlagen und schimpfen konnte, aber niemals in großtuerischer Manier. Er sei nicht geltungssüchtig gewesen, es ging bei seinen Ausführungen niemals um ihn selbst, sondern um Jesus Christus und dessen Anliegen.

Johannes weist auf den anderen hin, weist von sich weg. Aber, so Herwig Gössl, auch Jesus habe sich nicht in den Vordergrund gestellt, er habe sich eingereiht in die Menschen um ihn herum. Und er habe sich vor allem der Schwachen, Kranken und Behinderten angenommen. Auch wir sollten unseren Blick auf den Nächsten richten, mahnte Weihbischof Herwig Gössl. „So kommen wir Gott näher.“

Der liturgische Tanzkreis der Einrichtung der Barmherzigen Brüder Gremsdorf unter Leitung von Lydia Nußbaum gestaltete den Festgottesdienst in der voll besetzten Kirche „Zur Heiligen Familie“ mit.

In den Nachmittagsstunden unterhielt die Siemens Band im Forum Bewohner, Mitarbeiter und Gäste mit internationalem Liedgut.

 

(Johannes Salomon)

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