Die Aufgabe braucht Kraft und Geduld

 

Die Barmherzigen Brüder Gremsdorf werden künftig die Zusammenarbeit mit den Eltern, Angehörigen und rechtlichen Betreuern ihrer Bewohner und Beschäftigten noch enger knüpfen.

Hintergrund sei eine Verordnung des Pflege-, Wohn- und Qualitätsgesetzes, das einen Beirat aus gesetzlichen Vertretern als eine Kannbestimmung vorsehe, erklärte die Leiterin des Sozialdienstes, Ute Häußer, die den Entstehungsprozess dieses Gremiums über Monate hinweg federführend begleitete.

Es galt alle 310 betroffenen Betreuer anzuschreiben, um sie zu einer Wahl aufzurufen. Knapp 44 Prozent haben letztlich ihre Stimme abgegeben und eine siebenköpfige Vertretung gewählt.

Häußer hatte zur konstituierenden Sitzung Walnüsse mitgebracht. Sie wachsen, so die Diplompädagogin, an einem Baum, der Zuversicht, Mut und einen Neubeginn symbolisiere. Der Baum bestehe aus hartem Holz, wachse weit in den Himmel und könne durchaus 500 Jahre alt werden. Und er beschenke die Menschen mit wunderbaren Früchten. Um eine Nuss aufzubrechen, brauche man neben Kraft und einer klugen Idee durchaus auch viel Geduld.

Eine Aufgabe, die Kraft und Geduld brauche, komme auch auf die neu gewählten Beiräte zu, sagte Häußer. Aber dann könne ihre Arbeit auch reichlich Früchte tragen.

Per Akklamation wurden schließlich die beiden Vorsitzenden Peter Able aus Gollhofen und Birgit John aus Höchstadt gewählt.

 

 

Die Benedikt-Menni-Werkstatt vertritt mit einem Gastsitz Heidi Murawski aus Heroldsbach. Den Gastsitz Förderstätte hat für die vierjährige Wahlperiode Franziska Hohe aus Heiligenstadt inne.

Der Beirat sei nach den Worten von Pädagogin Häußer unabhängig von der Einrichtung, organisiere sich selbst und unterstütze die bereits bestehenden Mitwirkungsorgane Bewohnervertretung, Werkstatt- und Förderstättenrat sowie die Frauenbeauftragte.

Der Geschäftsführer Günther Allinger gab schließlich seiner Hoffnung auf eine „fruchtbare Kooperation zum Wohle der bei uns lebenden und arbeitenden Menschen mit Beeinträchtigung“ Ausdruck.

Für den neu gewählten Vorsitzenden Peter Able sei es erst einmal wichtig, alle Mitglieder des Beirates nach ihren Wünschen, Vorstellungen und Anliegen zu befragen. Aber er gehe mit großer Zuversicht die sicherlich „sehr vielfältigen Aufgaben“ an.

Schließlich unterzeichneten Geschäftsführer und Beiratsvorsitzender noch eine gemeinsame Satzung.

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